Kühdorf
1815 wurde Kühdorf durch Beschluss des Wiener Kongresses erst an Preußen und dann an das Fürstentum Reuß abgetreten. Auch dazu ein Zitat aus "Vergangenheit und Gegenwart" Nr. 01/1928: "Durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses wurde Kühdorf mit Hainsberg von Kursachsen getrennt und an Preußen übereignet, die Trennung erfolgte am 3. August 1815. Der Pfarrer mußte dem Könige von Preußen huldigen. Daß er es mit gemischten Gefühlen tat, läßt er in seinen Eintragungen in das Kirchenbuch durchblicken, wenn er schreibt: 'Bald wurde Kühdorf und Hainsberg nebst einigen anderen Enclaven an Heinrich XIII. abgetreten, und so wurde ich am 14. September 1815 als Reußenländer übergeben. Den 17. p. Tr. hielt ich mit dem Erntefest die 2. Huldigungspredigt und feierte mit der Gemeinde diesen Tag froher als den ersten, indem dem Fürsten zu Ehren an dem Abende eine Illumination veranstaltet wurde.'" Infolge der Novemberrevolution von 1918, gehörte Kühdorf vom November 1918 bis April 1920 den Freistaat Reuß ä. L. an. Nach Zusammenschluss der beiden Freistaaten Reuß j. L. und Reuß ä. L. im April 1919 war Kühdorf dem Volksstaat Reuß zugehörig und kam am 1. Mai 1920 zu dem Land Thüringen.
Antikherberge "Zum Gutsauszügler" Kühdorf
In einem über 200 Jahre alten restaurierten Bauernhaus wohnt der Gast komfortabel in ländlich stilvoll eingerichteten Zimmern wie Hochzeitszimmer, Jagdzimmer, Blumenzimmer. Für kleine Feste steht die gemütliche Bauernstube mit Kachelofen und Küche zur Verfügung. Nach einer Wanderung oder Radtour lohnt sich ein Besuch im bäuerlichen Traditionsmuseum, wo der Hausherr Gerätschaften und Werkzeuge der verschiedensten Handwerksbereiche in seiner Sammelleidenschaft zusammengetragen hat. Im Antik- und Trödelhandel kann man sich so manche Erinnerung mit nach Hause nehmen. Größere Wandergruppen sind im Göpelgang herzlich willkommen.Eine gute Tasse Kaffee und hausbackenen Kuchen erhalten Sie im idyllischen Landkaffee samstags, sowie an Sonn- und Feiertagen - oder nach Absprache - von 13 bis 18 Uhr.
Georg-Kresse-Wanderweg
Durch die Gemeinde Kühdorf führt der Georg-Kresse-Wanderweg. Dieser gut beschilderte Wanderweg, mit einer Gesamtlänge von ca. 38 km, untergliedert sich in zwei Teilabschnitte. Der erste Teilabschnitt der von Auma nach Dörtendorf führt ist 19 km lang; der zweite Abschnitt, ebenfalls 19 km, verläuft von Dörtendorf über Hohenleuben, Hain, Lunzig, Kühdorf, Wildetaube, Tschirma, Neugernsdorf bis nach Nitschareuth. Der Weg verdankt seinen Namen dem Bauerngeneral Georg Kresse, der im Volksmund auch der "Robin Hood des Thüringer Vogtlandes" genannt wird. Georg Kresse wurde 1604 in Dörtendorf (bei Zeulenroda) geboren. Ein Denkmal am ehemaligen Standort des Geburtshauses erinnert noch heute daran. In Döhlen wurde Kresse getauft. Aus einem friedfertigen Bauern wurde durch die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges ein legendärer Bauerngeneral. Er sorgte auf eigene Faust für Gerechtigkeit und trat bedingungslos als Freund der Bauern für sie ein. Kresse spürte die Not und Grausamkeit des Dreißigjährigen Krieges am eigenen Leib, deshalb stellte er eine Truppe Gleichgesinnter zusammen, um die Bauern vor Brutalitäten, Plünderungen und Folter zu schützen. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Aufforderung Heinrich Posthumus (im Jahre 1629), sein reußisches Volk solle sich zwecks Verteidigung gegen die plündernde Soldateska bewaffnen und zusammenschließen, Georg Kresses Taten bekräftigte. Am 1. November 1641 wird Kresse in Auma von Reitern des Generals von Hatzfeld erschossen.![]() Talsperre Hohenleuben |
![]() Bootsverleih Hain |
![]() Talsperre Hohenleuben |
Unweit von Kühdorf, ebenfalls am Georg-Kresse-Wanderweg sowie an der Talsperre Hohenleuben gelegen, befindet sich die Gemeinde Hain. Neben einem kleinen Bootsverleih, Wandermöglichkeiten entlang der Talsperre besteht auch die Möglichkeit zu einer Floßfahrt auf den Spuren Georg Kresses.












