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Neumühle an der Elster |
Waltersdorf
Über die kleinstaatliche Zugehörigkeit Waltersdorfs können wir lesen, dass der Ort bis zum Wiener Kongress im Jahre 1815 dem Kurfürstentum Sachsen zugehörig war. Danach kam Waltersdorf zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Ab 1920 gehörte Waltersdorf zum Land Thüringen.
Zur Herrschaft von Walterdorf schreibt Dr. Reinhold: "Waltersdorf war wohl von Anfang an ein Rittergutdorf, auch wenn die Grundherren nicht immer direkt hier saßen. Vertreter der Herrschaft gegenüber den Bauern war der Dorfrichter, selbst einer von ihnen. Die Patrimonialgerichtsbarkeit bestand bis ins 19. Jahrhundert. Wer waren nun die Grundherren von Waltersdorf? Der namensgebende Lokator Walter ist der erste fassbare Grundherr unseres Ortes - welchem Geschlecht er angehörte, ist nicht bekannt. Genaueres erfahren wir erst aus dem 15. Jahrhundert. Als Heinrich von Weida 1427 im Tausch gegen sein Drittel der Stadt Weida Schloss und Stadt Berga mit allen Zubehörungen von den Wettinern erhielt, unterstand ihm auch unser Ort. Wenige Jahre später erwarben die Herren von Wolfersdorf die Pflege Berga. Heinrich von Weida kaufte die Herrschaft Wildenfels und zog nach dort, behielt jedoch die Mannschaft und gewisse Rechte in der Pflege Berga ("Bergaer Lehen"). So erklärt es sich, dass die Grafen von Solms-Wildenfels als sein Rechtsnachfolger noch im 18. Jahrhundert Lehnbriefe für Waltersdorf ausstellen." Im Jahr 1610 übernahmen die Herren von Posern das Gut, welches Rittmeister Kurt von Posern nach der Enteignung 1945 verlassen musste.
Rüßdorf
Rüßdorf, erstmals erwähnt 1209, ist seit etwa 1850 Bestandteil von Waltersdorf. Im heutigen Ortsteil Rüßdorf befindet sich die "Steinermühle", eine der ältesten Getreidemühlen des Landkreises Greiz, sowie das 1903 errichtete Wasserkraftwerk. Wenn auch von der Rüßburg, einer frühmittelalterlichen Spornburg, heute nichts mehr erhalten ist, so lädt die Gegend um die sogenannten Rüßdorfer Alpen sowie der Thüringenweg im mittleren Elstertal zum Wandern ein.Thüringenweg
Der Thüringenweg ist ein überregionaler Wanderweg von ca. 410 km. Der Weg ist in 23 Teiltappen unterschiedlicher Länge eingeteilt. Die Teiletappe Berga - Greiz (20,5 km) führt von Berga über die Weiße-Elster-Brücke zur Eulamühle, den Rüßdorfer Alpen nach Nitschareuth, weiter über die Bretmühle nach Greiz.
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